Als Investor und Entwickler von Logistikimmobilien berücksichtigen wir ökologische und soziale Auswirkungen von Beginn eines Projekts an. Unser Ansatz konzentriert sich auf konkrete Massnahmen, die den Energieverbrauch, die betrieblichen Treibhausgasemissionen und die Auswirkungen auf die lokale Umwelt reduzieren können und gleichzeitig einen effizienten Gebäudebetrieb sowie geeignete Arbeitsbedingungen unterstützen.

Standortplanung und transportbedingte Emissionen

Bei unserer Standortplanung berücksichtigen wir die Nähe zu Verkehrsnetzen, Kunden und Verbrauchern. Strategisch positionierte Umschlagzentren und urbane Fulfilment Center können die Transportdistanzen gegenüber weniger geeigneten Standorten reduzieren. Die tatsächliche Reduktion der gefahrenen Kilometer und CO2-Emissionen hängt von der Gestaltung der Lieferkette, der Fahrzeugflotte und dem Betrieb des Nutzers ab.

Bei der Standortwahl prüfen wir zudem mögliche Auswirkungen auf die lokale Verkehrsinfrastruktur und die Anwohnerschaft. Die Erkenntnisse fliessen in die Planung, die Verkehrskonzepte und das jeweilige Genehmigungsverfahren ein.

Bau nach definierten ökologischen und sozialen Kriterien

Swiss Life Asset Managers wendet bei der Planung neuer Logistikgebäude projektspezifische ökologische und soziale Kriterien an. Für Neubauprojekte wird eine externe Gebäudezertifizierung wie DGNB, LEED oder BREEAM angestrebt. Das angestrebte System und Zertifizierungsniveau werden für jedes Projekt festgelegt. Die Zertifizierung setzt eine erfolgreiche Umsetzung und unabhängige Prüfung voraus.

Je nach Projekt können die Massnahmen Materialien umfassen, die nach dokumentierten ökologischen Kriterien ausgewählt werden, sowie E-Ladestationen, Photovoltaikanlagen, Geothermie, Energiespeicher, Fassaden- oder Dachbegrünung und Massnahmen zur Reduktion versiegelter Flächen. Diese Massnahmen werden anhand der technischen Machbarkeit, der Standortbedingungen, der erwarteten Nutzung und der Wirtschaftlichkeit beurteilt.

Bei der Gebäudeplanung werden auch die Menschen berücksichtigt, die in und um die Immobilie arbeiten. Zu den Massnahmen können Tageslicht, Erholungsbereiche, Einrichtungen für Mitarbeitende und Berufskraftfahrer, barrierefrei zugängliche Aussenbereiche sowie eine auf den lokalen Kontext abgestimmte Fassadengestaltung gehören.

Berücksichtigte Massnahmen bei neuen Logistikentwicklungen

  • Erholungsbereiche im Innen- und Aussenbereich für Mitarbeitende und Fahrer.
  • Möglichkeiten zur Energiespeicherung, einschliesslich Batterien oder der Nutzung von Wassertanks, sofern technisch geeignet.
  • An den Standort und die lokalen Anforderungen angepasste Landschaftsgestaltung und Bepflanzung.
  • Photovoltaikanlagen und Fassaden- oder Dachbegrünung zur Reduktion betrieblicher Emissionen und zur Verbesserung der lokalen Bedingungen.
  • Holz oder andere Materialien, die nach projektspezifischen statischen und ökologischen Kriterien ausgewählt werden.
  • Tageslicht durch geeignete Fassaden- und Dachöffnungen.
  • Ladeinfrastruktur für Elektroautos, Nutzfahrzeuge und E-Bikes.
  • Architektonische Gestaltung, die Funktionalität und die Einbindung in die Umgebung unterstützt.
  • Geothermische Systeme und Niedertemperatur-Fussbodenheizungen, sofern die Standort- und Gebäudebedingungen dies zulassen.
  • Wasserdurchlässige Oberflächen und eine reduzierte Versiegelung, sofern dies mit dem Logistikbetrieb und den Anforderungen des Wassermanagements vereinbar ist.

Projektspezifisches Konzept und Überprüfung

Jede Logistikimmobilie erhält ein projektspezifisches Konzept. Ziele, Massnahmen und Verantwortlichkeiten sollten dokumentiert und während Planung, Bau und Betrieb nachverfolgt werden. Umweltaussagen sollten sich auf umgesetzte Massnahmen, gemessene Leistungen oder eine klar bezeichnete Zertifizierung beziehen und nicht auf die Immobilie als Ganzes.