Die Zentralbanken schätzten die Inflation fast ein Jahr lang falsch ein und müssen nun die finanziellen Bedingungen in einer abflauenden Weltwirtschaft straffen. Wegen unterschiedlicher Mandate und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen variieren die geldpolitischen Reaktionen recht stark.

BoE, Fed und SNB wurden aggressiver und wollen die Nachfrage senken, um ihr 2%-Inflationsziel zu erreichen. Andere wie die EZB diskutieren bereits neue Anleihenkäufe oder Anti Fragmentierungsinstrumente, bevor der erste Zinsschritt überhaupt erfolgt ist. Die Bank of Japan ist noch weniger besorgt und hält an der Zinskurvenkontrolle fest, obschon dies den Druck auf den Yen weiter erhöht. Dennoch haben höhere Zinsen und das Ende der Anleihenkäufe dafür gesorgt, dass die Finanzmärkte in den letzten Monaten Billionen eingebüsst haben.

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