Schwellenländer durch Erholung der Weltwirtschaft beflügelt, aber höhere Zinsen sind eine Herausforderung. ESG-Überlegungen bei der Beurteilung der langfristigen wirtschaftlichen Stabilität eines Landes von Vorteil. China: Fokus auf Qualitätswachstum, Innovation und Eigenständigkeit, da externe Risiken zunehmen.

Die Zahl

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Nach weniger als fünf Monaten im Amt wurde der marktfreundliche Zentralbankgouverneur der Türkei, Naci Agbal, abgesetzt. Er hob den Leitzins markant um 875 BP an, was die Lira deutlich stärkte, aber die Ernennung seines Nachfolgers Sahap Kavcioglu – ein Kritiker von Zinserhöhungen – liess die Lira vs. USDollar um mehr als 15% einbrechen. Die Fundamentaldaten der Türkei verschlechterten sich 2020, mit einem enormen Ausverkauf von Devisenreserven und einer Anhäufung kurzfristiger Auslandsschulden. Eine Verlagerung zu einer unorthodoxen Geldpolitik erhöht das Risiko einer neuen Zahlungsbilanzkrise.

Die Grafik

Grafik Emerging Markets

Die Exporte aus Schwellenländern hatten bereits Ende 2020 das Vorpandemieniveau übertroffen und erlebten im Januar 2021 einen regelrechten Boom. Die erwarteten globalen Impffortschritte und der durch ein grosses Fiskalpaket unterstützte Konjunkturaufschwung in den USA dürften die Nachfrage nach in Schwellenländern produzierten Gütern ankurbeln und die wirtschaftliche Erholung der Länder stützen. Da aber in den grossen Entwicklungsländern nur zögerlich geimpft wird, wird Social Distancing den Dienstleistungssektor weiterhin belasten. 

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